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Open Exit

Es ist vollbracht! Die fünf Wochen der Open sind vorbei, Zeit Bilanz zu ziehen. War es so, wie ich es mir vorgestellt habe? Habe ich meine Ziele erreicht? Und was habe ich daraus gelernt? Hier meine ganz persönliche Bilanz von fünf schweißreichen Wochen. 

19.1 – Wall BallShots und Rudern

Das Ziel ist, in 15 Minuten so viele Runden und Wiederholungen wie möglich zu machen von 19 Wall Ball Shots mit einem 6 kg schweren Ball und 19 Kalorien Rudern. Super, hab ich mir gedacht, das kann ich. Mein Plan war, eine bestimmte Geschwindigkeit beim Rudern vom Anfang an zu halten. Hätte ich mich doch nur daran gehalten! Ich habe das Workout mit anderen Trainings-Buddies gemeinsam gemacht. Open Kick Off nennt sich das! Super Stimmung, laute Musik, Moderator, und ich im ersten Heat. Als kompletter Open-Neuling hab ich mich von der Stimmung zu sehr mitreißen lassen und meinen Plan in der ersten Sekunde über Board geworfen. Die ersten drei Runden waren mega schnell, und dann war es vorbei. Ich hab das Gefühl in den Fingern verloren, konnte den Ball kaum noch halten, von Squatten und Ball hochwerfen ganz zu schweigen. Am Ende waren es 4,6 Runden oder 175 Wiederholungen. Und ich war sauer. Auf mich! Weil ich nicht auf mich selber gehört habe und so ein besseres Ergebnis torpediert habe.

19.2 – Toes to Bars, Squat Cleans und Double Unders

In 8 Minuten sollen folgende Übungen gemacht werden: 25 Toes to bars, 50 Double Unders, 15 Squat Cleans mit 38 kg, 25 Toes to bars, 50 Double Unders, 13 Squat Cleans mit 52 kg. Wenn man das unter 8 Minuten schafft, darf man weitere 4 Minuten dieselben Übungen mit mehr Gewicht machen. Gleich vorweg: Bei mir war es nach 8 Minuten aus.   

Dieses Mal wollte ich es anders angehen. Toes to bars kann ich, zwar nicht super gut, aber wenn ich 5 Wiederholungen mache, dann kurz Pause, und dann weiter, dann klappt das. Cleans passen auch und Double Unders ebenso. Also los! Da sich die ersten 5 Toes to bars so super anfühlen mach ich – entgegen des Plans – gleich weiter bis zu 9. Und dann wars aus. Ich konnte noch max. 3, später nur noch 2 oder gar 1 machen ohne Pause. Das hat Zeit gekostet. Die Double Unders waren flott, die Cleans ok. Am Ende war es nicht mal eine ganze Runde, 2 Cleans haben gefehlt. Selber Schuld, schon wieder!

19.3 – Overhead Lunges, Box Step Ups und Handstand Push Ups

Innerhalb von 10 Minuten sind 60 Meter Overhead Lunges mit einer 15 kg schweren Hantel zu absolvieren, danach mit dem selben Gewicht 50 Box Step Ups, gefolgt von 50 sticten Handstand Push Ups und 60 Metern Handstand Walk. Mir war von Anfang an klar, dass ich die Lunges und Step Ups ganz gut schaffen werde und dass bei den Handstand Push Ups Schluss sein wird. Ich kann mittlerweile welche, aber nur mit einer Ab Mat (weiches Kissen für den Kopf) und nicht bis runter auf den Boden. Hier müssen aber Hände und Kopf auf einer Ebene sein. Und genauso war es. Nach 7:31 Minuten war ich mit den ersten zwei Übungen fertig und dann bin ich schnaufend und schwitzend vor der Wand gestanden und hab mal fast zwei Minuten gewartet, bis ich meinen Armen wieder vertrauen kann, dass sie mich tragen. Und dann hab ich halt versucht, einen stricten Handstand Push Up zu machen. Die gute Nachricht: Runter geht schon ganz gut. Die schlechte: Rauf gar nicht! Zumindest hab ich mich dieses Mal an den Plan gehalten 🙂

19.4 – Snatches und Burpees

Dieses Mal hab ich 12 Minuten zur Verfügung, um 3 Runden zu machen von je 10 Snatches mit 30 kg und 12 bar facing burpees. Danach 3 Minuten Pause und im Anschluss 3 Runden von Bar Muscle Ups und wieder Burpees. Je länger der Wettbewerb geht, desto besser schaffe ich es, auf meinen Plan zu hören und mich ganz auf mich zu konzentrieren. Die ersten drei Runden sind hart aber laufen gut und sind nach 7:15 Minuten rum. Da ich keine Bar Muscle Ups kann ist das Workout somit für mich mit 66 Wiederholungen vorbei. Den Versuch eines Muscle Ups starte ich gleich gar nicht, weil ohnehin sinnlos und ich huste mir außerdem die Seele aus dem Leib, weil ich die Tage davor krank im Bett gelegen bin und offenbar meine Lunge das nicht so toll findet, dass ich schon wieder voll angreife.

19.5 – Thruster und Chest to Bar Pull Ups

20 Minuten soll das letzte Workout dauern, ganz schön lange! Gefüllt mit 33-27-21-15-9 Wiederholungen von Thrusters mit 30 kg und Chest to Bar Pull Ups. Yay, denk ich mir noch vorher, das kann ich! Und ich kann auch Kipping Pull Ups, das ist mein Workout. Ja, hab ich gedacht! Bis ich herausfinde, dass du bei den Chest to Bar Pull Ups mit der Brust die Stange berühren musst, es geht nicht nur um die Höhe. Und schon verliere ich die Hoffnung, einen Pull Up zu schaffen, geschweige denn 33! Nach kurzem Hin und Her hab ich mich entschlossen, Pull Ups mit Untergriff zu machen und dafür einzlne, da kann ich mich wenigstens an die Stange ziehen und diese berühren. Ansonsten hab ich halt 33 flotte Thruster gemacht und viel Zeit zum Nachdenken. Aber gerade dieses Workout sollte sich zu meinem besten entwickeln. Das, auf das ich am meisten stolz bin. Denn ich hab nicht nur einen, sondern insgesamt 44 Pull Ups gemacht. Insgesamt 104 Wiederholungen von Thrusters und Pull Ups. Eine Zahl, die mich wirklich glücklich macht, auch wenn ich damit keine Rekorde breche. Außer meine eigenen. 

Meine Open Bilanz

Was nehm ich nun also mit aus den fünf Wochen?

  1. Wenn du einen Plan hast, bleib dabei! Egal wie schnell die anderen sind oder wie toll es sich gerade anfühlt. Du bezahlst am Ende dafür.
  2. Konzentriere dich auf dich selbst! Achte gar nicht darauf, was um dich herum passiert oder wie toll andere etwas machen. Es geht hier nur um dich und deine Leistung.
  3. Es geht mehr als du denkst! Auch wenn ich keine persönlichen Open-Highlights oder Achievements habe, wie z.B. einen ersten Muscle Up, bin ich sehr stolz darauf, was ich alles drauf hab und wie stark ich körperlich und vor allem mental bin.
  4. Ich habe alle Workouts Rx’ed gemacht, also wie vorgeschrieben. Mein Ziel war, so wenige wie möglich zu scalen, also in einer leichteren Ausführung zu machen. Und das habe ich voll erreicht! 
  5. Man weiß, wo man steht! Nach diesen fünf Wochen weiß ich genau, wo meine Schwächen liegen und woran ich arbeiten muss. Wenn ich das will, dann es zwingt mich niemand dazu, besser zu werden. 
  6. Gemeinsam macht es mehr Spaß! Leider hatte ich zeitlich bedingt nur einmal die Möglicheit, mit den anderen Athleten gemeinsam beim Open Event das Workout zu machen. Die besondere Stimmung bei solchen Events pushen noch mal extra und geben den zusätzlichen Kick. Community rules! 
  7. Ich kann mithalten! Klar werde ich nie zu den CrossFit Games fahren, aber ich brauch mich mit meinen 43 Jahren nicht zu verstecken. In meiner Altersgruppe oder Frauen allgemein bin ich immer im ersten Drittel, und das finde ich super. Eine tolle Bestätigung für harte Arbeit!

Ob ich im Herbst wieder mit dabei bin? Sehr wahrscheinlich! Ob ich bis dahin besser geworden bin? Ganz sicher! Denn Konsequenz zahlt sich immer aus, uach im Training! 

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